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2/2018

Mai-August

 
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Blickpunkt

 

 

VANDALISMUS

Schon wieder diese Kleber an der Ampel und überall neue tags (persönliche Logos). Das Bänkli in der Bushaltestelle ist angekohlt und das Plakat dahinter heruntergerissen. Ob Stadt oder Land – Sachbeschädigungen fordern das gesellschaftliche Zusammenleben seit der Antike immer wieder heraus.
Auch im Jugendhaus, wo hunderte Kinder- und Jugendliche ein- und ausgehen, finden wir tags und Namen von Bands oder Fussballclubs auf der Wand und ab und zu wird mutwillig eine Scheibe eingeschlagen. Für Betroffene sind tags, Aufkleber und scheinbar sinnlos beschädigte Infrastruktur ein grosses Ärgernis. Sie führen zu hohen Kosten und verringern das subjektive Sicherheitsgefühl. Und man stellt sich die Frage, wer hat das getan und warum? Als Fachstelle für Kinder- und Jugendfragen suchen wir nach dem Sinn, der hinter solchen Handlungen steht, und nach adäquaten Reaktionen.

Fragt man bei der Polizei nach der Täterschaft, handelt es sich hauptsächlich um männliche Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren alt. Sie befinden sich im Entwicklungsprozess zum Erwachsen werden und haben dabei einige Aufgaben zu bewältigen. Sie lösen sich vom Elternhaus los, suchen Begegnungen zu anderen Erwachsenen und Gleichaltrigen und bewegen sich selbstständig im öffentlichen Raum. Die Berufswelt und Schule stellt in dieser Phase hohe Anforderungen an sie, welche nicht alle erfüllen können. Einige wenige Jugendliche machen sich mit Graffiti, tags oder Sachbeschädigung im öffentlichen Raum bemerkbar. Der Adrenalinkick gibt kurzfristig ein gutes Gefühl und es liegt eine gewisse Macht darin, sich einfach etwas zu nehmen.
Mit diesem provokativen Verhalten findet eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Regeln und Gesetzen statt. Früher oder später werden die meisten dieser Jugendlichen von der Polizei oder von Angestellten eines Sicherheitsdienstes erwischt. Sie übernehmen stellvertretend für die Geschädigten die Auseinandersetzung mit den Jugendlichen. Neben dem strafrechtlichen Vorgehen ist die Gesellschaft jedoch gefordert, Begegnungen zwischen den Generationen im Freiraum zu ermöglichen, wo Normen und Regeln unter sozialer Kontrolle ausgehandelt und eingeübt werden können. denn „…je weniger Begegnungen zwischen den Generationen stattfinden, umso mehr schwindet das Verständnis füreinander. Dafür braucht es eine öffentliche Hand die Begegnungen fördert und nicht nur dafür sorgt, dass Menschen nicht miteinander konfrontiert oder spezifischen (für sie bestimmten) Räumen zugewiesen werden.“ (Ivica Petrusic, Geschäftsbericht okaj, 2014).
Die Kinder- und Jugendarbeit übernimmt mit der aufsuchenden Jugendarbeit eine soziale Kontrolle im öffentlichen Raum. Sie schaut hin, wo Sachbeschädigung sichtbar ist, sie spricht Vandalismus an und sucht mit Jugendlichen Alternativen zu ihrem Verhalten. Ein tag auf der Ampel kann verschiedenes bedeuten. Vielleicht hat ein Jugendlicher seine Lehrstelle verloren und beweist sich und anderen mit diesem Verhalten, dass er auch unabhängig von Misserfolg noch existiert. Vielleicht sucht er damit aber auch endlich eine Grenze. Ob also eher eine pädagogische oder eine repressive Reaktion erfolgen muss, ist eine Frage der professionellen Expertise. Mit der sip züri und dem Pilotprojekt Sicherheit, Nutzung und Antilittering nutzt die Stadt Dübendorf weitere Methoden der Sozialen Arbeit, um auf Vandalismus zu reagieren. Dabei soll eine Fehlerkultur etabliert werden, welche junge Menschen in die Verantwortung für den öffentlichen Raum nimmt. Jugendliche, welche bei der Gestaltung ihrer Freiräume mitwirken dürfen oder in Freizeitprojekte eingebunden werden, verlieren rasch die Motivation für vandalistische Handlungen.

Julia Schmid
Kinder- und Jugendbeauftragte

 
   

 

Kalender

 

Kinderanimation

 

16.5.: Spielbus Flugfeld
17.5.: Kinderrat
30.5.: Spielbus Birchlen
30.5.: Spielplatzfest Zelgli
31.5.: Kinderrat
7.6.: Kinderrat
16.6.: Spielbus Högler
14.6.: Dübi Islands
19.6. Dübi Islands 
21.6.: Kinderrat
23.6.: Dübi Islands
27.6.: Spielfest Obere Mühle
30.6. Dübi Islands
11.7.: Spielbus Dorf
19.7. Dübi Island
15. und 16. August Übernachtung Girls Treff im Galaxy

 

 

Jugendanimation

9.5.: Feuertonne an der Föhrlibuckstrasse: Jugendarbeit Wallisellen meets KJAD
29.5.: Jugendrat
6.6.: Dübi Islands
13.6.: Dübi Islands
15. 6.: Dübi Islands
26. 6.: Jugendrat
29. 6.: Dübi Islands
7. 7.: Dübi Islands
11.7.: Dübi Islands
27. 7.-10. August: Betriebsferien
28. August: Jugendrat

 

News:

Freiraumprojekt 2018: Dübi Islands

In diesem Sommer möchte die KJAD verschiedene öffentliche Plätze und Freiräume in Dübendorf bekannt machen und beleben. Vom 6. Juni bis 19. Juli 2018 planen Kinder und Jugendliche mit der KJAD Veranstaltungen an verschiedenen Standorten in Dübendorf. Die Angebote richten sich an Kinder, Jugendliche wie auch an Familien und interessierte Erwachsene.

Es werden ca. 10 Veranstaltungen in 6 Wochen organisiert. Diese werden, bis auf das WM Public Viewing und das Streetsoccer, altersspezifisch von der Kinder- bzw. Jugendanimation durchgeführt. Die Kinderanimation wird unter anderem ein Badi-Event durchführen, Gartenmöbel bauen und eine grosse Wasserschlacht veranstalten. Auch die Jugendanimation wird an einem Tag in der Badi mit sportlichen Challenges präsent sein – dazu werden an zwei Tagen Vorrundenspiele der Fussball WM ausgestrahlt und eine grosse Party organisiert. Bei einigen Aktionen wird auch der neu ausgebaute mobile Bauwagen der KJAD mit von der Partie sein und von Jugendlichen als Kafi betrieben werden.

Ein detailliertes Programm mit den Daten zu „Dübi Islands“ wird nach Pfingsten auf der Webseite der KJAD unter www.kjad.ch zu finden sein. Die Veranstaltungen werden gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt – es kann und darf zu spontanen Änderungen im Programm kommen...

 

Kinderanimation

Adiö KJAD", sagt Jonas Lüthi

Im Sommer 2013 bin ich zur Kinder- und Jugendarbeit Dübendorf gekommen und nahm meine neue Funktion als Kinderanimator auf. In dieser Anfangszeit war ich noch mitten in meinem Studium in Sozialer Arbeit. Die knapp 5-jährige Tätigkeit in der KJAD war für mich sehr lehrreich und bot mir und den Kindern viele tolle Erlebnisse. Ob nun eine Übernachtungsparty im Galaxy, die vielen verschiedenen Ausflüge, das Übernachten im Wald, der Graffitiworkshop am Bahndammweg, die Halloween-Party mit über 100 Kindern oder das Basteln mit drei Kindern: Die Vielfalt im Offenen Freizeitbereich ist eine Qualität unserer Arbeit. Kinder können ohne Erfolgsdruck und mit niedriger pädagogischer Intervention verschiedene Tätigkeiten frei ausprobieren und sich in verschiedenen Situationen erleben. Wir schenken ihnen dabei eine grosse Portion Selbstbestimmung in der Ausübung ihrer Freizeittätigkeiten. Gleichzeitig bestand meine (pädagogische) Arbeit aber auch im Einfordern einer bestimmten Kultur des Zusammenlebens und Verhaltens. Respektvoller Umgang mit Mitmenschen, sorgfältiger Umgang mit Spielsachen und Achtung der natürlichen Umwelt will gelernt sein. In der Zeit bei der KJAD lernte ich sehr viel und ich bin überzeugt, das Gelernte in meinen zukünftigen beruflichen Tätigkeiten optimal einsetzen zu können. Die KJAD-Zeit war eine supertolle und wertvolle berufliche Station, die ich nicht missen möchte. Ich danke allen für die Zusammenarbeit. Nun wechsle ich in die Schulsozialarbeit der Primarschule Dübendorf und werde aus meiner neuen Funktion heraus die eine oder andere Zusammenarbeit fortsetzen können.

 

Medientag im Schulhaus Högler-Wil: Fake News

Am Donnerstag 22. März 2018 fand in den Schulhäusern Högler / Wil ein Medientag statt. Organisiert wurde der Tag vom Elternrat. Die KJAD wurde angefragt, ob sie einen Workshop zum Thema „Fake News“ gestalten würde.

Fake News sind bewusst falsch dargestellte Nachrichten oder Geschichten. Das Wort setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen „to fake“ (fälschen) und „news“ (Nachrichten). Fake News können in allen Arten von Medien vorkommen wie zum Beispiel im Internet, Social Media, Zeitungen, TV und Radio.

Nach dieser kurzen Einführung ins Thema durften die Kinder selber „Fake News“ erfinden. Als  Redakteure, Grafiker und Fotografen schrieben sie Geschichten oder machten gefälschte Bilder anhand von Fotos, einer Collage oder am Computer. Diese Artikel wurden dann zu einer Fake News Zeitung zusammengestellt und an die Schüler*innen verteilt.

Aus dem Workshop:

        

  

 

Jugendanimation

Sek-Lager - ein Reisebericht

Die Jugendarbeit hat während den Frühlingsferien ein dreitägiges Lager für und mit neun Schülern aus der Sekundarschule organisiert.

Um 11 Uhr ging's los. Die  Jugendlichen, die wir nach Bern begleitet haben, standen schon aufgeregt und voller Erwartungen am Dübi Bahnhof. Nach ein und halb Stunden trafen wir endlich in Bern ein. Erster Stop war natürlich der Mc Donald, wo wir unser Mittagessen verspeisten. Danach gingen wir ins Hostel, wo wir den Jugendlichen genug Zeit gaben um sich in den Zimmern einzurichten und sich selber zu erfrischen. Dann ging es wieder los Richtung Rosengarten, von wo wir eine super Sicht auf die Stadt hatten und die ersten Fotos geschossen wurden. Am Abend genossen wir eine feine Pasta in einem italienischem Restaurant und machten uns nach einem Sparziergang wieder auf dem Weg zum Hostel. Die Nacht wurde, wie auch in jedem Lager, dazu genutzt  um nicht nur zu schlafen sondern auch um zu lachen und viel Spass zu haben. Am nächsten Morgen machten wir uns fit für den Stadtrundgang. Die Stadtführerin begleitete uns durch die Gassen der Stadt und zeigte uns das Bundeshaus, den Münster, den Bärengraben, verschiedene Brunnen und erzählte uns vieles über die Bundeshauptstadt. Die Jugendlichen haben viel Neues gelernt und ganz viele Selfies geschossen. Nach dem Mittagessen besichtigten wir das Bundeshaus und durften sowohl  im Nationalratsaal als auch im Ständeratsaal Platz nehmen, was für die Jugendlichen sehr spannend war.  Am Abend durften die Jugendlichen alleine essen und bis 21:00 die Stadt unsicher machen. Am Mittwoch genossen wir noch einen letzten Sonnentag auf dem Gurten, wo wir grillierten und Versteckis spielten. Am Abend machten wir uns wieder auf dem Weg nach Dübi. Auf dem Zug haben wir noch Eindrücke und Feedbacks abholen können. Alle fanden die drei Tage sehr lässig und wünschen sich bald wieder so ein Erlebnis. Den Bernerdialekt fanden sie lustig und die Stadt spannend. Der eine möchte das nächste Mal Basel entdecken oder auch St. Gallen, der andere lieber den Tessin oder sogar das Ausland. Wer weiss wo es uns vielleicht in den Herbstferien zieht…je nachdem wie und wann sich die Jugendlichen engagieren.

 

 

 

 

 

 

Kinder- und Jugendhaus Galaxy
Storchengasse 14
Usterstrasse 2 (Postadresse)
8600 Dübendorf

tel. 044 801 83 55
kjad@duebendorf.ch
www.kjad.ch

                       

 

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